Tabaksteuererhöhung ab 2027
Verteilt auf vier Jahre plant die Bundesregierung eine teils drastische Erhöhung der Tabaksteuer, die zum 1. Januar 2027 mit der ersten Stufe beginnt.
Schon vor einiger Zeit hatte die Regierungskoalition angekündigt, die Tabaksteuer ab 2027 schrittweise erhöhen zu wollen. Die Erhöhung zählt zu den vereinbarten Konsolidierungsmaßnahmen für den Bundeshaushalt. Die Bundesregierung hat nun den Entwurf für das Tabaksteuer-Änderungsgesetz vorgelegt, in dem konkrete Werte für die Steuererhöhungen festgelegt sind. Über einen Zeitraum von vier Jahren, beginnend ab dem 1. Januar 2027 soll die Tabaksteuer jährlich steigen. Die stufenweise Erhöhung soll die Auswirkungen für die Verbraucher weniger schmerzhaft machen und damit Ausweichkäufe im Ausland oder auf dem Schwarzmarkt zumindest abschwächen.
Wie sich die Steuererhöhung auf den Verkaufspreis exakt auswirkt, liegt in den Händen der Hersteller. Rein aufgrund der Änderungen bei der Steuer könnte eine Packung mit 20 Zigaretten künftig jedoch statt derzeit durchschnittlich 8,05 Euro ab 1. Januar 2027 zunächst 8,77 Euro, zum 1. Januar 2028 9,56 Euro, zum 1. Januar 2029 10,42 Euro und ab 1. Januar 2030 um die 11,36 Euro kosten. Bei anderen Tabakprodukten fällt der Anstieg zum Teil deutlich höher aus. Für Pfeifentabak beispielsweise wird sich der Steuersatz innerhalb von vier Jahren mehr als vervierfachen und für Feinschnitt immerhin auf gut das Doppelte steigen.
